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Backpfeifen okay oder tabu? 

(c) Rheinisches Bildarchiv Köln / Museum Ludwig Keoln / VG Bild-Kunst, Bonn

19. August 2019

Die Lesung aus dem Hebräerbrief des Neuen Testaments bringt einen Satz, der schwierig, ja für nicht wenige unmöglich geworden ist: Wer seinen Sohn liebt, der züchtigt ihn! So oder so ähnlich finden wir diesen Satz in der Bibel. Nicht nur im Alten, auch im Neuen Testament. Was machen wir mit diesem Satz? Darum geht es in den Gottesdiensten am Samstag, 24. August (18 Uhr) und am Sonntag, 25. August (11 und 18 Uhr ? hier mit Predigtnachgespräch im Gemeindesaal).

Körperliche Züchtigung war über Jahrhunderte und Jahrtausende Usus in den meisten Kulturen der Welt. Vor knapp 100 Jahren malte Max Beckmann sein berühmtes Bild: Die Junfrau Maria züchtigt das Jesuskind. Es löste damals einen Skandal aus! Ist das vorstellbar, dass Jesus von seiner Mutter den Hintern versohlt bekam? Wenn man von einer zeitgenössischen Erziehung und einem "normalen" Jesus ausgeht, muss man das fast annehmen? Und hat sich nicht vor kurzem auch der Papst für den berühmten Klaps auf den Po ausgesprochen?

Heute kann man für Körperstrafen an Kindern juristisch belangt werden, jedenfalls in den westlichen Gesellschaften.

Was tun mit einem Satz der Heiligen Schrift der schwierig geworden ist? Darum geht es in den Predigten des kommenden Sonntags (außer der Kindermesse ...). Am Sonntagabend gibt es zusätzlich die Möglichkeit zu einem Predigtnachgespräch darüber, wie man heute mit solchen Bibelsätzen umgehen kann.

P. Manfred Hösl SJ