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Göttinger Jesuiten besuchen Berliner Jesuiten 

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Besichtigung und "gemütliches Gegeneinander"

24. April 2018

In der Nähe von Göttingen - genauer im katholischen Eichsfeld - liegt der geographische Mittelpunkt Deutschlands. Göttingen ist aber auch ein pastoraler Schwerpunkt der Jesuiten in der immer größer werdenden Provinz, die Mitteleuropa, aber auch Skandinavien und Litauen umfasst. Einmal im Jahr aber verlassen  die sechs Jesuiten die Mitte und gehen auf große Fahrt. Diesmal erkundeten sie die Hauptstadt.

Göttingen ist ungefähr so groß wie Charlottenburg. Die Stadt hat eine geschichtsträchtige Universität und mit die höchste Nobelpreisträgerdichte. Die meisten liegen freilich inzwischen auf dem Friedhof (sogenanntes Nobelrondel). Vor der Haustür liegt das katholische Eichsfeld. Bis zur Wende geteilt in das westdeutsche Obereichsfeld (um Duderstadt) und das ostdeutsche Untereichsfeld (um Heiligenstadt). Traditioneller Volkskatholizismus trifft in Göttingen auf liberales Universitätsumfeld, sozialpolitisch geprägte 68er Christen auf vitale italienische oder spanische Katholiken. Und die Jesuiten sind irgendwie mitten drin.

Die "Citykirche" St. Michael ist die einzige katholische Kirche im Bistum Hildesheim, die in einer Fußgängerzone liegt und von daher täglich von vielen Menschen aufgesucht wird. Pfarrer ist P. Ludger Joos SJ. Ihm zur Seite steht Kaplan P. Hans-Martin Rieder SJ, der zugleich Hochschulseelsorger an der Katholischen Hochschulgemeinde KHG ist. Superior ist P. Theo Schneider, der zusätzlich diözesane Aufgaben übernimmt. P. Otto Schabowicz SJ wiederum ist für die Männerseelsorge verantwortlich und P. Claus Recktenwald SJ studiert Agrarwissenschaften, wohl mit Blick auf eine spätere Arbeit in der Mission. Mit P. Christoph Wrembeck SJ, langjähriger Priesterseelsorger, gibt es sogar einen echten Berliner, ja Charlottenburger in ihren Reihen.

Besonders ihn hat der Anblick "seiner" Canisiuskirche sehr bewegt. In der alten abgerannten Kirche war er Messdiener, ehe er zum Canisiuskolleg zur Schule radelte. Die Göttinger Jesuiten sind mit modernen Kirchen bestens vertraut, weil ihre Kirche erst vor wenigen Jahren ebenfalls rundum renoviert wurde.

Freilich - das ergab sich im Gespräch - hat eine kleine Großstadt wie Göttingen ganz andere Möglichkeiten und Grenzen als eine große Großstadt wie Berlin. Unterschiede auszumachen, Parallelen zu finden und den einen oder anderen Tipp aufschnappen - modern gesprochen: Vernetzung ist der Sinn solchen Austauschs unter den Jesuiten. Abends gab es eine gemeinsame Messe in der Hauskapelle und - wie man augenzwinkernd unter den Jesuiten sagt - "ein gemütliches Gegeneinander" ...