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Gebeugt sein - sich aufrichten 

Fotos: St. Canisius

Bußgottesdienst an der Schwelle zur Karwoche

23. März 2018

Knoten lösen, sich aufrichten und Licht anzünden. Statt der üblichen Abendmesse hatte St. Canisius am Freitagabend zum Bußgottesdienst in die Kirche eingeladen. Mitglieder des Pfarrgemeinderats hatten Idee und Umsetzung übernommen. Im Fokus stand die Heilung einer gekrümmten Frau durch Jesus (Lk 13,10-13).


Am Eingang der Kirche konnten die Gottesdienst-Besucher ein Stück Seil mit Knoten in die Bank mitnehmen. Mit einer schlichten Eröffnung und Begrüßung begann der Gottesdienst.

Regina Galecki las die Geschichte der Frau, die seit 18 Jahren geplagt, gequält und gekrümmt war. Jesus heilte sie - und die Frau konnte sich wieder aufrichten, hatte einen neuen Blickwinkel, neue Perspektiven.

Eva und Claudia sowie auf seine Art Andreas Winkler an der Orgel, bereiteten mit kurzen Sätzen und Tönen das Gehörte auf, luden zum Bezug auf das eigene Leben ein.

Da mag es den einen geben, der den anderen nicht mehr in die Augen schauen kann. Oder eine, deren Blick nur noch auf den Boden gerichtet ist. Oder denken wir an die vielen Menschen, die so vieles, aber keine Perspektive haben.

Wie schmerzvoll, angstvoll und hoffnungslos mag doch das Leben dieser Frau gewesen sein, von der wir gerade mal vier Verse in der Bibel wissen. Aber vielleicht geht es uns mit unseren Mitmenschen ja auch so?

Impulsfragen machten Mut den Blick auf sich selber zu richten: Was schmerzt mich und drückt mich nieder?

Dann waren alle eingeladen ihren Knoten nach vorne zum Kreuz zu bringen. Man muss die Knoten und Rätsel des Lebens nicht erst lösen, um sie zu Christus zu bringen. Dafür ist Jesus letztlich ja am Kreuz gestorben: um unsere Knoten zu lösen!

Wer mochte, konnte die allgemeine Vergebungsbitte noch mit einer Beichte im Anschluss an den Gottesdienst ergänzen. Ein Kerzenständer lud ein, vor dem Nachhauseweg ein Licht anzuzünden.