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Ein Sommernachtstraum in St. Canisius 

Fotos: St. Canisius

Preisgekrönter Frauenchor aus Riga sang in St. Canisius.

6. August 2019

Trotz rekordverdächtiger Hitze mangelte es nicht an Zuhörerinnen und Zuhörern des Balta-Frauenchores am Freitagabend, den 26. Juli, in St. Canisius. Das Bonifatiuswerk macht die Tournee des preisgekrönten Frauenchores möglich. Eine der drei Stationen war unsere Kirche.

Auf Einladung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und des Diözesan-Bonifatiuswerkes im Erzbistum Berlin war der preisgekrönte lettische Frauenchor Balta ein Benefizkonzert mit zeitgenössischer Chormusik aus Ost- und Nordeuropa in St. Canisius in Berlin-Charlottenburg zu Gast. Trotz großer Hitze war die Kirche praktisch bis auf den letzten Platz gefüllt und die aus ganz Berlin gekommenen Gäste sollten es nicht bereuen. Der Balta Chor zählt schließlich derzeit weltweit zu den sieben besten Frauenchören.

Die Programmauswahl des Chors unter der Leitung der Dirigentin Prof. Mara Marnauza garantierte einen interessanten Konzertabend. Neben mehreren lettischen Komponisten führt der Chor auch Werke junger Komponisten verschiedener Länder auf, darunter ein Wiegenlied der Finnin Anna-Mari Kähärä oder auch ein Marienlied der Ungarin Eva Ugalde.

Der Chor ist auch optisch ein Hochgenuss! Die Damen sind alle in eine Art Brautkleid gekleidet. Elfenstimmung kam auf. Die Sängerinnen singen dabei nicht nur, sondern schnippen mit den Fingern oder klatschen. Der Gesang ist vielstimmig, mal wuchtig, mal ganz leise, kaum noch hörbar.

Der Frauenchor Balta der Universität Lettlands in Riga wurde im Jahr 1999 von Prof. Marnauza gegründet. Die Mitglieder des Chores sind Studentinnen und Absolventinnen der Universität Lettlands. Balta ist bekannt für große Erfolge bei internationalen Wettbewerben. Derzeit belegt der Chor den 7. Platz in der Kategorie Frauenchor der Interkultur Weltchorwertung. In Kooperation mit dem Bonifatiuswerk trat der Chor 2017 in Dresden und Leipzig sowie im Rahmen der Diaspora-Aktionseröffnung in Erfurt auf.

Wer sich mehr über die Arbeit des Bonifatiuswerks informieren wollte, hatte dazu Gelegenheit. Die katholische Einrichtung für die versprengten und vergleichsweise wenigen Katholiken in den nördlichen Ländern hatte einen Stand mit Infobroschüren aufgebaut und erzählte gerne von ihrer Arbeit. Ebenfalls gab es einen Stand des Chores mit verschiedenen CDs um das Konzert zuhause nachklingen zu lassen.

Organisiert wurde das Konzert von Herrn Fränkert-Fechter aus dem EBO. Weitere Konzerte gibt der Frauenchor im "Kleinen Michel" der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar in Hamburg und in der Gaukirche St. Ulrich in Paderborn.

P. Manfred Hösl SJ mit Material von www.erzbistum.de