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Auf dem Weg zur Versöhnung 

Elterntreffen - Austausch über Erfahrungen in Sachen Beichte

9. April 2019

Viele Menschen bereiten sich in diesen Tagen auf das Sakrament der Versöhnung vor, auch unsere Erstkommunionkinder. In einem thematischen Gottesdienst stellten die EKOs die bekannte Geschichte vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater nach. Die Eltern der Kinder trafen sich nach dem Gottesdienst im Forum, um sich über ihre Erfahrungen in Sachen Beichte auszutauschen.

In gerade mal vier Wochen ist schon Erstkommunion! Das Thema, das derzeit angegangen wird lautet - passend zur liturgischen Zeit - Schuld, Vergebung, Buße ... Jeder und jede ist irgendwo und irgendwie verlorener Sohn oder Tochter.

Nach dem von den EKO-Kindern mitgestalteten Gottesdienst gab es zunächst draußen bei strahlendem Frühlingswetter Kaffee, Brötchen und Kuchen. Während die Kinder am von der Katholischen Jugend St. Canisius veranstalteten Osterbasteln teilnehmen konnten, trafen sich deren Eltern im benachbarten Forum zu einem Austausch zum Thema Versöhnung. Als Einstieg gab es einen Text zu Lukas 7, der dazu einlud sich die die Rolle der dort geschilderten (sündigen) Prostituierten und des (selbst-)gerechten Simeon einzufühlen. Auffällig bei Jesus: Er macht keinen von beiden nieder und wendet sich beiden gleichermaßen zu - wie dies schon der barmherzige Vater seinen beiden (!) Söhnen gegenüber tat, indem er ihnen entgegenging.

Friederike Fritz-Zahn leitete wieder die Runde und lud zu Kleingruppengesprächen ein: "Wie war das bei Ihnen damals mit der Beichte?" Es wurde lebhaft diskutiert und debattiert, denn dieses Thema lässt kaum einen unbeteiligt.

P. Hösl SJ schilderte dann in einem kurzen Überblick, wie es zur Beichte in der Form kam, wie sie heute auf uns gekommen ist und wie Menschen heute beichten. Seit Adam und Eva haben sich Menschen immer wieder gegenüber Gott und den anderen versündigt und nach Formen gesucht mit dieser Schuld umzugehen. Heute haben die Kirchen - auch durch eigene Schuld und Missbrauch - das "Beichtmonopol" bei vielen Zeitgenossen verloren. Es sind heute oft Ärzte, Therapeuten und nicht zuletzt Taxifahrer, bei denen sich Menschen heute aussprechen. Das ist gut so, vor allem, wenn diesen dann ein helfendes, tröstendes Wort einfällt. Das große Plus, das mir in der Beichte geschenkt werden kann, ist freilich eine Lossprechung von irdisch vielleicht nicht wieder gut zu machender Schuld. Gott, vermittelt im Sakrament der Versöhnung, nimmt das Trennende von mir weg und ermöglicht einen neuen Anfang. Wie leicht - so ein Vater - war einem als Kind doch nach der Beichte ums Herz. Dieses wunderbare Gefühl der Leichtigkeit zu vermitteln, ist ein Sinn der Beichte, egal ob bei Großen oder Kleinen ...