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"Ich bin da, wo du bist" 

Fotos: Kortmann

Erstkommunion in St. Canisius: 35 Mädchen und Jungen empfingen zum ersten Mal den Leib Christi

6. Mai 2018

Ein langer Weg ist an diesem Sonntag in die Zielgerade eingemündet. 35 Mädchen und Jungen haben sich monatelang auf diesen Moment vorbereitet. Und auch die Katechetinnen um P. Kraemer SJ dürfen aufatmen: Sie haben mit den EKOs eine tolle Erstkommunion gezaubert.

Schon eine Stunde vor Gottesdienstbeginn waren die ersten Gäste gekommen, die freilich vor verschlossenen Kirchentüren standen, denn drinnen wurde an den letzten Vorbereitungen gefeilt. Der Run war verständlich, weil es nur wenige nicht reservierte Plätze gab.

Parallel versammelten sich die Kinder mit ihren Paten im Gemeindesaal. Die Erstkommunionkinder saßen auf ihrem Stuhl im Kreis und die Paten standen dahinter. Beide hatten den anderen Gottesdienstbesuchern eines voraus - sie hatten einen sicheren Sitzplatz in der Kirche.

P. Kramer ging mit den Kinder noch einmal kurz ihre Rollen durch. P. Hösl SJ machte parallel einige Ansagen in der Kirche, die ihre Tore dann doch noch geöffnet hatte.

Um halb elf war es dann soweit: großer Einzug der Erstkommunionkinder und ihrer Paten, Ministranten und Zelebranten. In der Marienkapelle wurden die EKO-Kerzen, die auf dem Weg vom Pfarrsaal in die Kirche, nochmals entflammt und aus dem Kirchenschiff erschallte bereits die Orgel - mit dem Eingangslied "Großer Gott wir loben dich" begann die feierliche Zeremonie. Nachdem wirklich alle ihren Platz gefunden hatten, begrüßte P. Kraemer kurz die Gäste. Er konnte sich in der Tat kurz fassen, denn Amalia, Manuel, Melina, Giovanni, die Brüder Ben & Joris, Frederik, Mira und Alexander begrüßten auch die fremdsprachigen Gäste in Deutsch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Litauisch, Polnisch, Rumänisch und Spanisch. Allein dadurch wurde der universale (wörtlich: katholische) Charakter dieses Gottesdienstes deutlich.

Maximilian ging dann durch die Reihen seiner EKO-Kameradinnen und Kameraden, damit jede und jeder sich selbst über Mikrofon der Festgemeinde vorstellen konnte. Anschließend brachten die Mädchen und Jungen ihre Kerzen zu den an der Ostwand vorbereiteten Ständer, die sich um das Titelbild gruppiert hatten. Die Erstkommunionkinder nahmen dann ihre Plätze ein.

Tim G., Hedy und Benedikt Z. lasen die Kyrierufe vor, die die Gemeinde mit einem gesungenen Herr erbarme dich beantwortete. Die Lesung las Frau Zahn vom EKO-Team vor. Nach ihr formierte sich ein kleiner Zug von Ministranten und Lucia und Fabio, die zusammen mit P. Hösl die Chagall-Bibel an der Stele abholten, aus der dann das Evangelium vom Sämann (Mt 13,1-9;18-23) gelesen wurde.

In seiner Predigt erarbeitete P. Kraemer zunächst mit den Kindern das wunderschöne Kommunionbild, das Regina Bree-Cortes extra für diese EKO gemalt hatte. Es zeigt die Vaterhände Gottes, aus denen der Same auf die mit Fotos dargestellte EKO-Kinder träufelt. Ob der Same aufgeht? Oder ob die EKO nur ein Strohfeuer war, ob der Same von der Hitze des Taggefechts verbrannt oder den Alltagssorgen erstickt wird - diese Fragen können nur die Erstkommunionkinder und deren Eltern beantworten. Zwar kommt mit der EKO etwas an sein Ziel, wie P. Kraemer erläuterte, aber eigentlich geht es jetzt erst richtig los. Wie bei einer Hochzeit - am Tag der Trauung hört man ja auch nicht auf ...

Nach dem Credolied kamen die Fürbitten, die Eltern und Kinder gemeinsam vortrugen. Auch bei der anschließenden Gabenprozession waren wieder Kinder mit dabei. Der Höhepunkt des Gottesdienstes rückte immer näher ...

Zur Kommunion stellten sich dann die Kinder im Halbkreis um den Altar auf. Ein gemeinsames Gebet wurde gesprochen - Stille - Kommunion ... Nach den Kindern waren die Erwachsenen dran. Wegen der vielen Gottesdienstbesucher dauerte dies heute etwas länger. Vor dem Schlussgebet sangen dann die Kinder noch ihr EKO-Lied: "Ich bin da wo Du bist". Eingeleitet von romantischen Geigentönen legten die Kinder  dann los - es dauerte nicht lange, dann klatschte die Festgemeinde begeistert mit.

P. Hösl bedankte sich kurz vor dem Ende bei allen Beteiligten. Damit eine EKO stattfinden kann, müssen viele mit angepackt haben. Das gilt in besonderer Weise für das EKO-Team um P. Kraemer, das viel Zeit und Liebe in diesen Kurs investiert hatte. Ein lauter und anhaltender Applaus für die Katecheten, aber auch die Fotografinnen und Filmer sowie alle anderen belegte, dass nicht nur der Pfarrer dieser Meinung war.

Nach dem Schlussgebet unter den Klängen des "Großer Gott wir loben dich", öffneten sich die großen Kirchentüren, die Erstkommunionkinder holten ihre Kerzen ab und der Auszug startete. Spätestens jetzt lockerte sich die angespannte Stimmung. Vor der Westwand der Kirche gab es noch ein Fotoshooting und im Gemeindesaal die Segnung der Erinnerungskreuze. Geschafft! Glücklich!

Wir wünschen allen Kindern, Eltern, Paten, Geschwistern, Verwandten und Freunden ein schönes Fest.