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Aus Freude am Glauben 

Fotos: St. Canisius

Fest der Kirchen auf dem Alex

10. September 2018

32 im Ökumenischen Rat Berlin Brandenburg (ÖRBB) zusammengeschlossene  Kirchen haben am Samstag, 8. September, auf dem Alexanderplatz in versöhnter Verschiedenheit ihren Glauben miteinander gefeiert. Katholiken, Protestanten verschiedenster Couleur, exotische orthodoxe und auch einige Freikirchen boten ein kurzweiliges Programm und vielschichtiges Bild.

Für einen besonderen Farbtupfer sorgten die ethnischen Kirchen etwa die Kopten aus Ägypten oder Schwedens Staatskirche. Kulinarisch dürften die Armenier die Nase vorn gehabt haben - vor ihrem Essenstand war die längste Schlange.

Auch die Katholische Kirche war direkt oder indirekt vertreten. Die Katholische Akademie verbreitete (katholischen) Wohlgeruch in Form von Weihrauch. Als Gemeindemitglied aus St. Canisius stellte Mary Marschall ihre Arbeit in einem InKlusionsprojekt in der Evangelischen Schule Spandau, also in einer evangelischen Institution, vor. Mehr Ökumene geht eigentlich nicht mehr - und ist in Berlin auch längst Alltag. Am Stand der Flughafenseelsorge arbeitete Danielle Barancik (auch St. Canisius) mit und die Charismatiker mit dem unüberhörbaren P. Adrian Kunerth SJ waren auch vertreten. Daneben stellten sich einzelne Gemeinden, das EBO und oder Pastorale Räume vor. Es war ein buntes Programm, das die über 100 Stände aus 32 Mitgliedskirchen des ÖRBB boten, in das auch Menschen mit Handicaps gut integriert wurden.

Auf die Frage des Chronisten an Archimandrit Emmanuell Sfiatkos von der Griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland und Vorsitzender des ÖRBB "Warum dieses Fest?" antwortet dieser: "Aus Freude am Glauben ist dieses Fest eine einzigartige Möglichkeit, in einer Gesellschaft, die extremen Fliehkräften ausgesetzt ist, zu zeigen, dass Einheit möglich ist über alle Unterschiede hinweg. Wir Christen sollen als Ferment der Einheit Vorbild der Gesellschaft sein."

Um 12 Uhr startete das Programm auf der Hauptbühne mit Gesprächen und Musik. Es gab Poetryslam und Interviews, unter anderem mit Erzbischof Dr. Heiner Koch oder Probst Stäblein. Um 18 Uhr feierte alle gemeinsamen Gottesdienst. Mit dabei Bischof Dr. Markus Dröge (EKBO), Erzbischof Dr. Heiner Koch (Erzbistum Berlin), Metropolit Augoustinos und Archimandrit Emmanuell Sfiatkos (Griechisch-Orthodoxe Kirche) und Pastor Christoph Stiba, Generalsekretär der Baptisten in Deutschland. Am Abend wurde der musikalische Höhepunkt mit einem Open Air von Hillsong erreicht, der legendären Sacropopmusik aus Down Under (Australien)

Kritik könnte man allenfalls am Marketing und Auftreten einiger Einrichtungen üben. Man merkt, dass Öffentlichkeitsarbeit in den in der Multimedienwelt bei den Kirchen oft erst noch eingeübt werden muss.

Trotzdem: Es war ein gelungenes Fest, unter einer warmen Septembersonne!

PHoe/NJö