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Eingeladen zum Fest des Glaubens 

Foto: kk

Erzbischof Dr. Heiner Koch spendete 25 Firmlingen und einem Erwachsenen das Sakrament der Firmung.

12.Mai 2019

Mit einem feierlichen Gottesdienst erreichte der Firmkurs für 25 Jugendliche und einen Erwachsenen sowie den sie vorbereitenden Katecheten sein Ziel. Erzbischof Dr. Heiner Koch spendete in einer sehr persönlichen Zeremonie unseren Jugendlichen das Sakrament.

"Eingeladen zum Fest des Glaubens" - das Lied zum Einzug, mit dem der feierliche Gottesdienst begann. Die Kyrierufe, die Lesung, die Fürbitten sowie ein Dankgebet wurden von Firmlingen vorgetragen. Für eine gute musikalische Umrahmung sorgte Andreas Winkler.

In seiner Ansprache hob der Erzbischof die Einzigartigkeit eines jeden Menschen heraus. Die Firmlinge sollen groß von sich denken - jeder und jede ist ein Unikat, ein Original, einmalig. Freilich geht diese hervorgehobene Stellung in der Schöpfung mit einer entsprechenden Verantwortlichkeit einher - nur der Mensch ist verantwortlich, das heißt nur er kann Antwort und Rechenschaft über sein Leben geben.

Der entscheidende Moment der jetzt folgenden Firmung geschah dann in Stille: Die Firmkandidatinnen und -kandidaten kamen individuell mit ihren Firmpaten nach vorne zum Bischof. Sie nannten ihren persönlich ausgewählten Firmnamen, auf den der Bischof kurz Bezug nahm. Mit dem Satz "N., sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" strich der Erzbischof mit dem Chrisamöl über die Stirn des Jugendlichen, während der Pate seine Hand auf dessen Schulter legte. Die allesamt 14- bis 16-jährigen jungen Menschen bekräftigten das Gesagte mit einem "Amen", worauf der Bischof ein "Der Friede seit mit dir" auf den Weg gab.

Mit der Eucharistiefeier setzte sich der Gottesdienst in bekannter Manier fort. Nach dem feierlichen Auszug stoppte man an der Kirchenaußenwand für ein Gruppenfoto mit dem Erzbischof. Gott sei Dank machte das Nieselwetter an dieser Stelle eine kleine Pause. Dann ging es weiter in den Gemeindesaal. Dort wurden die Firmurkunden und ein kleines Erinnerungsgeschenk verteilt. Natürlich wurde auch auf das Wohl der Jugendlichen angestoßen, ehe diese mit ihren Familien und Paten individuell im Restaurant oder zuhause zum Feiern verschwanden.

Der Firmkurs der Gemeinde, der im vergangenen Herbst gestartet war, erreichte damit seinen Höhepunkt. 25 Jugendliche hatten sich auf den Weg gemacht. Vierzehntägig hatte man sich im Gemeindesaal getroffen, um gemeinsam über den christlichen Glauben nachzusinnen und zu diskutieren. Dabei waren auch kritische Themen wie der Missbrauchsskandal nicht ausgespart worden. Gefirmt wurde ebenfalls ein Erwachsener, der von P. Korditschke SJ im Rahmen der KGI vorbereitet worden war.

Weitere Themen waren unter anderem der Glaube an Gott, die Geburt sowie das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi und natürlich der Heilige Geist und die Kirche. Ein ganzer Tag war dem Gebet gewidmet gewesen - drei konkrete Formen wurden vorgestellt: Das kontemplative Gebet, das Beten beim Pilgern (Jakobspilger) und das freie, direkte Gebet (wie es zum Beispiel Don Camillo praktiziert). Eine gemeinsame Vesper hatte diesen Tag abgerundet. Beim letzten Treffen ging es um akute Gewissenfragen im Kontext von Tierschutz, Todesurteil ja/nein oder der Frage nach Aufnahme von muslimischen Flüchtlingen in Deutschland.

Neben den regelmäßigen Treffen in der Großgruppe bzw. in Kleingruppen gab es auch zwei Exkursionen: Zum einen nahmen die Jugendlichen auf Initiative von Frau Brenker an einem jüdischen Schabatgottesdienst in der Synagoge in der Pestalozzistraße teil. Desweiteren standen Herr Thomas Lackmann für einen Besuch an der Gedenkstätte Plötzensee und die Schwestern für den Besuch des Karmel an Maria Martyrum zur Verfügung - siehe dazu die Berichte hier auf der Homepage.

Das Firmteam wurde von Regina Galecki koordiniert. Ihr standen zur Seite Edith Drießen, Silke Heimann, Andreas Schulze, Monika Becker und Maria Dìaz sowie P. Hösl SJ. Herzlichen Dank allen, die mitgemacht und geholfen haben!