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Förderverein der syrokatholischen Gemeinde 

Foto: EBO

Verein soll Kommunikation erleichtern

17. Mai 2019

Zwei unterschiedliche Kulturen unter einem Dach? Funktioniert Multkulti in St. Canisius? Das Miteinander von eher patriarchalen Morgenländern und eher ge"gender"ten Abendländer*innen funktioniert schon seit vielen Jahren an St. Canisius, was nicht heißt, dass es nicht hier und da Reibungsflächen gibt.

Damit die Gemeinde St. Canisius einen Ansprechpartner hat und unserer "Syrer" ein Gesicht bekommen wurde jetzt ein Verein gegründet: der Förderverein der Syrokatholischen Gemeinde in Berlin.

Es gibt viele Unklarheiten auf beiden Seiten. Das fängt schon beim Namen an. Unserer "Syrer" kommen nämlich beileibe nicht alle aus Syrien, sondern auch aus dem Irak (genauso wie nicht alle römisch-katholischen Christen in der italienischen Hauptstadt wohnen ...). Aber "Iraker" sind sie auch nicht. Gläubige - die weltweiten Zahlen schwanken zwischen 150 000 und 250 000 - gibt es auch in den großen Diasporagebieten in den USA oder eben in Berlin. Der Sitz des Patriarchen Ignatius Joseph III. Younan ist übrigens in Beirut - sein Bruder sitzt bei "unseren" Syrern im Gemeindevorstand!

Um administrative und rechtliche Fragen einfacher klären zu können wurde jetzt auf Initiative von Fränkert Fechter vom EBO ein (Förder-) Verein angeregt, der die Kommunikation auf beiden Seiten erleichtern soll. Für die Kirchengemeinde St. Canisius war der Sprecher des Kirchenvorstandes, Herr Bernhard Simon, am Gründungstisch.  Stefan Förner, Pressesprecher des EBO, schreibt auf der Homepage des Bistums:

"Am Montag, 29. April 2019, fand in St. Canisius die Gründungsversammlung des Fördervereins der Syrokatholischen Gemeinde St. Behnam und Sara in Berlin e.V. statt.

Ziel des Vereins ist es, die syrisch katholische Gemeinde und ihren Priester zu unterstützen.

Die syrische muttersprachliche Gemeinde ist noch im Aufbau und feiert sonntags ihre Liturgie in aramäischer Sprache in St. Canisius.

An der Gründungsversammlung nahmen Bernhard Simon als Vertreter der Ortsgemeinde und Hermann Fränkert-Fechter vom Erzbischöflichen Ordinariat teil. Die aus Syrien und dem Irak geflüchteten Gläubigen brachten Ihre Freude über die Vereinsgründung zum Ausdruck und sahen viele Parallelen zwischen dem Vereinsrecht in Deutschland und ihrer Heimat."

Stefan Förner, Pressesprecher des EBO