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Das letzte Abendmahl 

Fotos: St. Canisius

Gründonnerstag mit Fußwaschung und Vorstellung der Taufbewerber

19. April 2019

Mit der Feier der Messe vom letzten Abendmahl begann der diesjährige Reigen der Kartage im engeren Sinn. In einem feierlichen Gottesdienst stellten sich die  Taufbewerber der Gemeinde vor. Erstmals gab es eine Fußwaschung. Im Anschluss begann die Andacht im Gedenken an Jesu Beten im Garten Getsemani bis zu seiner Verhaftung.

Die Feier der Kartage ist reich an Symbolen. In St. Canisius ist dies traditionell auch Gelegenheit für die Taufbewerber der Osternacht, sich kurz der Gemeinde vorzustellen. In diesem Jahr übernahmen dies Frau Scherer und zwei der insgesamt neun Taufbewerber.

Zunächst aber gab es den traditionellen Wortgottesdienst mit den für diesen Tag vorgesehenen Lesungen. Ab dem Gloria verstummte die Orgel - jetzt wurde A Capella gesungen, allerdings verstärkt durch den Chor Cantus Canisius unter der Leitung von Andreas Winkler.

In seiner Predigt hob P. Hösl SJ mit Blick auf die fragile Apostelschar auf die Brüchigkeit menschlicher Beziehungen ab. Das Beispiel der Jünger im Abendmahlsaal zeigt, wie schnell selbst engste Freundschaften und Familienbande sich trotz bester Vorsätze auflösen können. Das geht hinauf bis zur EU, wie der britische Brexit oder der zunehmende egoistische Nationalismus vieler Staaten zeigt.

Nach dem beeindruckenden und mit Beifall quittierten Zeugnissen der Taufbewerber wusch dann P. Hösl, unterstützt von Messdienern, sieben Kirchenbesuchern die Füße. Während dessen sang der Chor das berühmte "Aus der Tiefe rufe ich Herr zur dir".

Die Fürbitten griffen die Anliegen des Tages auf. Dann begann die Eucharistiefeier, heute betont feierlich. Statt der üblichen Schellen klapperten die Messdiener bei den Einsetzungsworten mit den entsprechenden Holzgeräten.

Die Kommunion gab es an diesem Abend in beiderlei Gestalten - die beiden Kommunionausteiler wurden von je zwei Kelchspendern flankiert. Nach der Kommunion kamen die übrig gebliebenen Hostien nicht in den Tabernakel, sondern wurden in einer Prozession zum Lied "Gottheit tief verborgen" durch die Kirche getragen. Inzwischen räumten alle verfügbaren Messdiener den Altarraum leer. Anschließend begann nahtlos die erste Einheit der Getsemaniandacht, die P. Korditschke SJ zusammen mit Herrn Bethge an der Gitarre und Taufbewerbern gestaltete. Viele waren zu dieser beeindruckenden Gebetsstunde geblieben. Erst danach bezog das Allerheiligste seinen Bestimmungsort für diesen Tag - die Marienkapelle, wo weiter gebetet wurde.

Herzlichen Dank allen, die zu diesem feierlichen und nachdenklichen Gottesdienst beigetragen haben - es waren sehr viele!