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Ein halbes Jahr alt ... 

Fotos: St. Canisius

Über 100 Artikel im halben Jahr - eine Zwischenbilanz unserer Homepage

1. August 2018

Ein halbes Jahr ist unsere alte/neue Homepage in verstärktem Betrieb. In dieser Zeit haben wir Sie mit mehr als 100 Beiträgen über die Vielfalt in St. Canisius informiert. Im Schnitt bedeutet das, dass Sie etwa jeden dritten Tag mit frischen Infos aus dem Gemeindeleben versorgt werden. An Rückmeldungen mangelt es nicht. Eine Zwischenbilanz von P. Manfred Hösl SJ.

Wie kann man mit relativ bescheidenen Mitteln relativ vielen Menschen mitteilen, was in, an und um St. Canisius herum passiert? Ein Mittel ist eine Homepage!

Zugegeben: Unsere derzeitige Homepage ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber - zumal in kirchlichen Gefilden - immer noch vorzeigbar. Ein Profi hat diese Seite vor vielen Jahren entworfen. Vor einem halben Jahr haben wir sie  - so gut es ging - in Eigenarbeit auffrisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber ein bisschen ist es wie wenn man mit WINDOWS 3 mit ein paar Handgriffen und Tricks WINDOWS 10 erreichen möchte. Da stößt man unweigerlich an Grenzen. Deshalb benotigen wir bald eine neue und moderne Website auf der Höhe der Zeit, die zum Beispiel mittels eigener Veranstaltungsleiste gleich auf der ersten Seite auf Angebote in der Gemeinde hinweist.

Spiegel des Lebens in St. Canisius
Das Hauptziel war und ist, die Bandbreite des Lebens in St. Canisius deutlich zu machen, immer gemäß dem Motto des diesjährigen Sommerfestes: "St. Canisius ist bunt!" Viele Gruppen und Kreise sind schon seit vielen Jahren hier angedockt und gerade deswegen unbemerkt. Es ging im vergangenen halben Jahr weniger darum, neue Gruppen und Kreise zu gründen - wenngleich auch dies geschah, zum Beispiel mit der "After Eight"-Gruppe oder dem Mittwochs-Taize - als vielmehr bereits vorhandene Kreise vorzustellen. Man denke etwa an den tapferen Bund evangelisch-katholische Einheit e.V./Jakobusbruderschaft, der seit Jahrzehnten hier seine Veranstaltungen abhält. In lockerer Reihenfolge stellen wir deshalb Gruppen und Kreise auf unserer Homepage vor. Die nächsten kommen bald.

Homepage als Multiplikator

Mit unseren Artikeln möchten wir die Mühen der Veranstalter multiplizieren, denn im Optimalfall findet bei uns eine Veranstaltung dreimal statt: In der Ankündigung, im Vollzug und im nachträglichen Bericht. So können auch die, die nicht selber dabei sein konnten, wenigstens einen kleinen Einblick in den verpassten Vortrag oder Gottesdienst bekommen.

Nicht alle Kreise möchten in die Öffentlichkeit treten - auch das ist in Ordnung! Bei manchen Einrichtungen ist es auch eine Gratwanderung. So gibt es aus der Kita aus gutem Grund keine Fotos. Fotos gemacht in Gottesdiensten sind auch nicht jedermanns Sache. Rechtlich werden hier schnell Grenzen überschritten und deswegen gilt es, vorsichtig zu sein.

Öffentlichkeitsarbeit ist in der modernen Welt unumgänglich
Auf der anderen Seite ist Öffentlichkeitsarbeit heute normal und unumgänglich. Unsere Homepage will eine Seite sein, die von möglichst vielen angeklickt wird: "Mal sehen, was die in Canisius so machen ...". Damit die Leute "draufgehen", muss zumindest der Verdacht da sein: Es könnte auch wieder ein neuer Artikel draufstehen! Deshalb erscheint es mir ein geringeres Übel zu sein, einen neuen Artikel von minderen Nachrichtenwert zu bringen als gar keine Beiträge. Der Perfektionismus erscheint mir hier einmal mehr eine Falle zu sein.

Reporter gesucht

Das Ziel möglichst viele Schreiber zu finden, wurde nur bedingt erreicht. Am besten wäre es, wenn sich Veranstaltungsteilnehmer noch am Abend hinsetzen und ein kleines "Berichtlein" verfassen, denn nichts ist bekanntlich so alt wie die Zeitung von gestern. Aktualität ist ein wichtiges Ziel dieser Homepage.

Gattungsmäßig auf Mittelkurs
Die Homepage fährt gattungsmäßig einen Mittelkurs. Sie hält sich mit pointierten Meinungen bewusst zurück. Über Veranstaltungen versucht man positiv und werbend zu berichten, was nicht heißt, dass nicht auch die eine oder andere kritische Rückmeldung dabei sein könnte. Aber es werden hier keine Leute an den Pranger gestellt oder in die Pfanne gehauen. Auch wenn die meisten Artikel aus der subjektiven Erlebnisperspektive geschrieben sind, so wollen sie doch neutral, sachlich und objektiv berichten.

Vielfältige Themen rund um Gemeinde und Kirche in Berlin
Wichtig ist, dass möglichst alle Bereiche und Altersgruppen vorkommen: Unsere Kinder- und Jugendarbeit, Gottesdienst und Gemeindeleben, Musik und Kunst, unsere Nachbareinrichtungen wie JRS (Jesuitenflüchtlingsdienst) oder KGI (Katholische Glaubensinformation) sowie die Ökumene, die hier offenbar ein mühsames Geschäft ist. Ähnlich wie in Sachen Zusammenarbeit mit der Stadtkirche und dem EBO möchte die Website über übergemeindliche Dinge berichten, sei es die Einsetzung einer neuen Pfarrerin in der Nachbarschaft oder die Fronleichnamsprozession am Gendarmenmarkt. St. Canisius darf sich nicht in ein Schneckenhaus zurückziehen - der anstehende Prozess in Sachen "Pastoraler Raum" soll offensiv und engagiert angegangen und medial begleitet werden. Wichtig erscheint mir auch, diözesane Veranstaltungen wie den Begegnungstag von Menschen mit und ohne Behinderung hier anzubieten - wie überhaupt eine einladende Atmosphäre auszustrahlen.

Gerne würden wir Veranstaltungsberichte über Vorträge etwa im Forum bringen, aber oft kann kein "Reporter" dabei sein. Und die, die dabei sind, trauen sich nicht oder wollen nichts schreiben.

Grenzen der Erreichbarkeit unserer Homepage

Es gibt auch andere Grenzen. So hat eine Umfrage bei unserer Seniorengruppe ergeben, dass von 20 anwesenden Personen nur zwei einen PC und damit Internet haben. Deshalb wird man auf lange Zeit auf Druckmedien wie den Pfarrbrief nicht verzichten können. Auf der anderen Seite muss die Gemeinde sich gut überlegen, welche Medien sie auf Dauer unterhalten kann und will. Brauchen wir Facebook, Twitter, Instagram, Newsletter ...?

Medial am Ball bleiben
Als Gemeinde mitten in Berlin müssen wir auch in Sachen Medien am Ball bleiben. Wir müssen nicht jeden Spleen mitmachen, dürfen uns aber auch nicht abkapseln. Die Kirchen sind nicht gerade als Pioniere der modernen Öffentlichkeitsarbeit verschrien. Wir müssen auch nicht ganz vorne dabei sein, aber wenn wir den modernen Menschen von heute erreichen wollen, dann brauchen wir die dazu nötigen Medien. Die Homepage ist dabei ein Versuch, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

P. Manfred Hösl SJ