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JEV-/JV-Regionaltreffen  

Austausch über Erfahrungen im Freiwilligendienst

24. November 2018

Am 22. November trafen sich circa 15 junge Menschen im Gemeindesaal von St. Canisius. Allen gemeinsam war, dass sie als Jesuit European Volunteers (JEV) bzw. als Jesuit Volunteers (JV) - wie das Programm in der Zwischenzeit heißt - einen durch den Jesuitenorden getragenen Freiwilligendienst gemacht haben.

Die ehemaligen Freiwilligen waren in verschiedenen Ländern im Einsatz - von Brüssel bis in den Kosovo, von Peru über Kenia bis Indien. Sie haben sich darauf eingelassen ein Jahr "anders" zu leben. Ihr Freiwilligeneinsatz hat sie nachhaltig geprägt, hat ihr Wahrnehmen, ihr Denken und Handeln verändert. So haben sie sich gefreut, wieder mit anderen ehemaligen Freiwilligen zusammen zu kommen und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen.

An den verschiedenen Orten erwartete die Freiwilligen eine jeweils unbekannte Lebensrealität. Manche waren stark mit Armut konfrontiert und erlebten gleichzeitig eine große Gabe der Improvisation und Dankbarkeit. Andere erfuhren eine große Gastfreundschaft, beobachteten aber auch starke Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Manche erlebten Herangehensweisen, die ihnen ineffizient erschienen - andere waren fasziniert, wie sich Projekte entwickelten. Die Freiwilligen ließen sich auf einen einfachen Lebensstil ein und lebten in Solidarität mit der Bevölkerung vor Ort. All diese Erfahrungen waren bisweilen herausfordernd. Gleichzeitig eröffneten sie auch neue Perspektiven. Allen war klar: Es hat sich gelohnt!

Auch die Verbindung von Glauben und Alltag, von gelebter Spiritualität war für die Freiwilligen während ihres Einsatzes wichtig und ist es auch weiterhin. Ihr Glaube lädt sie zu konkretem Handeln ein, zum Einsatz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Ein geistlicher Impuls während des Treffens griff diese Dimension auf. Für einige waren Exerzitien während ihres Einsatzes eine wesentliche Erfahrung, auf die sie sich auch nach ihrem Freiwilligeneinsatz gerne wieder einlassen.

Und was ist geblieben und wie geht es weiter? Jeder und jede lebt heute an seinem bzw. ihrem Ort aus den Werten, die wichtig geworden sind. Gleichzeitig ist die Vernetzung mit anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und die danach fragen, was diese Erfahrungen nun für ihren konkreten Alltag bedeuten, motivierend und hilfreich. So wurde deutlich: wir freuen uns auf das nächste Treffen!

Schwester Regina Stallbauer JRS