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Kreuzweg für Kinder mit vielen Symbolen 

Fotos: St. Canisius

Sieben Stationen in der kahlen Kirche

30. März 2018

Um die 30 Kinder, einige mit ihren Eltern, andere sogar mit einem Großelternteil, haben am Morgen des Karfreitags am Kinderkreuzweg in der Canisius-Kirche teilgenommen. Als Claudia Guillemin und María Díaz de Azevedo am frühen Morgen in die Kirche kamen, lag schon das einsame Kreuz auf dem Boden neben dem Altar.

Sieben Stationen bereiteten sie an verschiedenen Stellen der kahlen Kirche vor: Jesus betet am Ölberg, seine Verurteilung durch Pontius Pilatus, Jesu nimmt das Kreuz auf sich, der Zusammenbruch unter dem Gewicht des Kreuzes, die Kreuzigung, das Sterben Jesu, das Grab ... An jeder Station hing oder lag ein Bild, das auf einfache Art das jeweilige Leidensthema darstellte. Dabei noch ein Tuch in einer bestimmten Farbe mit einer kleinen Kerze sowie einem oder zwei Symbolen, wie zum Beispiel eine kleine Dornenkrone oder ein weißes Tuch, um die Geschichte der Veronika anschaulich zu machen.

Kreuz basteln zum Auftakt

Die Kinder haben gleich nach der Ankunft gebastelt: kleine Kreuze aus Stöckchen, die sie mit einer Schnur zusammengebunden haben. All die Materialien lagen vorbereitet auf einem Tuch auf dem Boden neben dem Altar. Die Kinder - teilweise von ihren Eltern unterstützt - saßen auf den bunten Kissen vom Kindergarten und ergaben sich engagiert der Bastelaktion.

Licht an den Stationen

Als alle Kreuze fertig waren, hat María den Kinderkreuzweg mit dem Kreuzzeichen eingeleitet, Claudia bat ein Kind, die Osterkerze anzuzünden und während des ganzen Kreuzweges mitzunehmen. An jeder Station wurde das Teelicht von einem Kind angezündet, Claudia und María erzählten abwechselnd die Geschichte der Station. Fragen wurden gestellt, die älteren Kinder beteiligten sich. Nach einem kurzen Gebet wurde "Wachet und betet" andächtig gesungen, am Anfang leise, später kräftiger.

Symbole

Beeindruckend war die Station, bei der zwei starke Kinder den Querbalken des Kreuzes holten, um es den Rest des Kreuzweges zu tragen. So sollten die Kinder etwas nachspüren, was Jesu auf seinem Leidensweg durchgemacht hat. Als der Balken wieder auf seinem Platz auf dem Großen Balken lag, wurde über die Kreuzigung reflektiert. Die Würfel standen für das Verlosen der Kleider, die großen Nägel für die Wunden an Händen und Füssen. Die Klangschale ertönte unerwartet mitten im Geschehen, um auf den Moment des Todes aufmerksam zu machen.

Kreuzverehrung mit Rosen

Mädchen und Jungen holten dann gelbe Rosen, die sie in Stille und nacheinander auf das Kreuz, das an der Stelle für das Gab Jesu stand, legten. Bevor P. Krämer  SJ den Segen herabrief, beteten Eltern, Kinder und Großeltern um das Kreuz versammelt das Vaterunser.

Es war ein schöner Morgen, die Sonne schien durch die Glaswand, man konnte schon Ostern ahnen ...

Vielen Dank für die rege Teilnahme sowie auch für das gute Benehmen, auch der teilweise sehr kleinen Kinder!