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Fast schon ein Heimspiel 

Foto: St. Canisius

Charité Chor gastierte mit seinem Programm "Mysterium" in St. Canisius.

4. Februar 2019

Der Charité Chor gab zum wiederholten Male ein Konzert in St.Canisius. Der an sich säkulare Chor singt erstaunlich oft von religiösen Themen wie Gott, Liebe und Tod. Vielleicht verwischt sich hier die Grenze zwischen Säkularem und Religiösem und die klassische Einteilung greift nicht mehr. Michael Kozloski berichtet von einem musikalischem Highlight in St. Canisius.

Ich gebe zu, ich bin ein "Fan" des Charité Chors. Schon dreimal hatte ich das Vergnügen den Chor bei uns zu hören und bin jedes Mal aufs Neue begeistert. "Mysterium" so der Titel des neuen Programms. "Mysterium steht zunächst für ein geheimnisvolles, mit dem Verstand nicht ergründbares Geschehen, das insbesondere in religiösen Zusammenhängen auftaucht. Darüber hinaus umfasst der Ausdruck Mysterium Phänomene voller Rätselhaftigkeit, die sich mit logischem Denken allein nicht erklären lassen" (soweit das Programmheft).

Bei allen Liedern ging es um Gott, die Liebe und den Tod. Bekannte Melodien waren zu hören. So zum Beispiel Locus iste (Anton Bruckner), Innsbruck, ich muss dich lassen (Heinrich Isaac) oder Tanzen und Springen (Hans Leo Hassler), teilweise in neuen Überarbeitungen.

Meine "Highlights" an diesem Abend waren ein Echo-Chorstück von Henry Purcell - der Hauptchor sang in der Kirche und das "Echo" war aus der Marienkapelle leise zu vernehmen. Hier hatten einige Sängerinnen und Sänger Aufstellung genommen- und das schaurig-schöne Volkslied aus Schottland, in dem das Schicksal zweier Schotten, die beim letzten Aufstand gegen die englische Zentralmacht gekämpft haben, besungen wird.

Beeindruckend war die Präsenz des Chorleiters, Adrian Emans, und des Chores während des ganzen Konzerts. Die Freude war allen Beteiligten an den Gesichtern abzulesen.

Kein Notenblatt war zu sehen, alle Lieder wurden auswendig gesungen und das in sechs verschiedenen Sprachen (deutsch-englisch-lateinisch-italienisch-estnisch-gälisch). Eine großartige Leistung, ich weiß wovon ich spreche, singe ich doch selber in einem Chor.

All das bedeutet harte Arbeit. Der Lohn für diesen schönen Konzertabend: eine sehr gut besuchte Kirche und ein sehr herzlicher, langanhaltender Schlussapplaus.

Adrian Emans, der Chorleiter, versprach wieder zu kommen. Ich nehme ihn beim Wort und werde mit Sicherheit dabei sein, wenn es wieder heißt: Der Charité Chor zu Gast in St.Canisius.

Michael Kozloski