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Krippe und Kreuz  

Fotos: St. Canisius

Freud und Leid so nah beieinander - Palmsonntag in der Gemeinde

25. März 2018

Mit zwei Gottesdiensten feierte die Gemeinde St. Canisius den Palmsonntag. Am Samstagabend und am Sonntagvormittag wurde mit Palmbüschel, Liedern und der Leidensgeschichte nach Markus des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Bei strahlendem Wetter feierte Jung und Alt: Gemeinsam und parallel in der Kirche, im Gemeindesaal und beim Kirchturm.

Mit der Vorabendmesse zum Palmsonntag begann in St. Canisius die Karwoche. Gleich zu Beginn wurden die an der Bibelstele bereitgestellten Palmbüschel (Buchsbaum) gesegnet. Manche Gottesdienstbesucher hatten auch selbst gebundene Palmzweige mitgebracht.  Nach der Verlesung des Einzugsevangeliums (Markus Kapitel 11) und einer kurzen Predigt, begann dann die Verlesung der Leidensgeschichte, ebenfalls nach dem Evangelisten Markus. Frau Floyd, P. Kraemer SJ und Herr Schwirten lasen in verteilten Rollen. Die Leidensgeschichte (Kurzform) endete mit dem Bekenntnis des Hauptmanna: "Wahrlich, dieser Mensch war Gottes Sohn!", worauf die Gemeinde ihrerseits mit dem (Glaubens-) Bekenntnis antwortete. Jetzt erreichte der Gottesdienst wieder das gewöhnliche Fahrwasser. Freilich hatte sich nach dem freudigen Dur zu Beginn der Messe jetzt ein nachdenkliches Moll darüber gelegt ...

Zwei Kinder erklären den Palmsonntag

Am Sonntagmorgen luden die offenen Kirchentüren breit zum Gottesdienst ein. Den Anfang gestalteten die Kinder mit dem Kinderchor von Frau Schulze. Frau Galecki hatte ein kleines Sprechstück für zwei Kinder geschrieben. Darin erklärten diese die verwirrende Symbolik vor dem Altar: Ein Kreuz, das in einer Krippe steckt! Hinzu kam noch ein Junge mit einem staubigen Pullover. Was hat das zu bedeuten? Wer in der Krippenfeier der Kinder an Weihnachten gewesen war, der wusste freilich schon Bescheid, dass Krippe und Kreuz aus demselben Holz geschnitzt sind, wie der Volksmund sagt. Die beiden Kinder erklärten Jung und Alt in gut verständlicher Weise, was am Palmsonntag passiert ist: Freud (Jesu Einzug in Jerusalem) und Leid (Jesu Leiden am Kreuz) liegen manchmal ganz schön nahe beieinander.

Kurzzeitig gehen Jung und Alt "getrennte Wege"

Nach der jetzt folgenden Palmweihe und einem weiteren Lied des Kinderchors von Frau Schulze öffneten sich dann die Kirchentüren wieder und das Volk Gottes zog, angeführt von einer stattlichen Ministrantentruppe, hinaus zum Kirchturm. Dort hatte Hausmeister Janda bereits ein Mikrofon aufgebaut. P. Hösl SJ erklomm den Hügel und las dort das Evangelium vom Einzug in Jerusalem vor. Dann trennte sich das Kirchenvolk: Die Jüngsten gingen mit P. Kraemer in den Gemeindesaal, wo sie einer Geschichte lauschten. Die Älteren zogen wieder in die Kirche, wo Frau Galecki, Herr Tessmer und P. Hösl die Leidensgeschichte verlasen. Nach den Fürbitten wurde es etwas unruhiger - die Kinder aus dem Gemeindesaal stießen wieder zur Gemeinde in der Kirche dazu, so dass St. Canisius jetzt wieder komplett war, und der weitere Gottesdienst gemeinsam gefeiert werden konnte.

Herzlichen Dank den vielen Helferinnen und Helfern, Lektoren, Musikern und Küstern, die mit ihrem Einsatz einen wunderbaren Palmsonntag gestaltet haben.