Logo St.Canisius Berlin
WillkommenGemeindeGottesdiensteKirchbauKitaKontakt

"Hörkino pur" 

Der Neue Kammerchor Berlin begeisterte mit einem abwechslungsreichen Programm.

2. Juli 2018

Um es gleich vorneweg zu sagen: Wer nicht dabei war, hat etwas versäumt!
19 junge Sängerinnen und Sänger präsentierten - unter der Leitung von Adrian Emans - Stücke verschiedenster Stile, Epochen und Inhalte. Neben Liedern deutscher Komponisten, wie Max Reger und Hans Koessler, waren auch zeitgenössische Werke anderer europäischer Künstler aus Finnland, Schweden und Ungarn zu hören. Umrahmt wurde das Konzert des Neuen Kammerchors Berlin am Samstagabend von traditionellen südafrikanischen Liedern.

"Shosholoza" sangen ursprünglich die Bergarbeiter beim Einfahren in die Mine, bildet den Anfang des etwa 90 Minuten dauernden Konzertes. Zuerst war nur eine Djembé (eine fellbespannte Trommel aus Afrika) zu hören. Eine einzelne sonore Männerstimme kam hinzu und nacheinander betraten die Sänger und Sängerinnen die Kirche durch die verschiedenen Eingänge und nahmen den Gesang der Männerstimme auf.  Der Chor sammelte sich im Altarraum und erfüllte mit seinem rhythmischen Gesang die Kirche.
Schon diese einfache Choreographie war beeindruckend. Die Möglichkeiten, die unser Kirchenbau bietet, wurden immer wieder eindrucksvoll ausgeschöpft.

Besondere Highlights waren Max Regers "Es waren zwei Königskinder" und die Bearbeitung des uns wohlbekannten Liedes von Paul Gerhardt "Geh aus mein Herz" des zeitgenössischen schwedischen Komponisten Bengt Ollén. Mithilfe von Obertongesang und Tiergeräuschen erzeugt das Stück eine einzigartige Waldatmosphäre, die die besungene Pracht der Natur aus dem Gedicht vor dem inneren Auge des Zuhörers auftauchen ließ. Die Sänger und Sängerinnen nahmen dazu in einem großen Kreis in der ganzen Kirche Aufstellung, Frauen- und Männerstimmen immer im Wechsel, wodurch die Klangfülle noch verstärkt wurde. Es ist immer wieder erstaunlich, was die menschliche Stimme vermag.

Zum Abschluss erfüllten nochmals südafrikanische Rhythmen die Kirche. Das Lied "E Rile" wurde von den Menschen während der Befreiung von der Apartheit gesungen.

Das war Hörkino pur, geboten von chorerfahrenden Musikstudenten der UdK, ausgebildeten Sänger und Sängerinnen und weiteren Mitgliedern mit langjährigen Chorerfahrungen.