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Gott will das Leben 

Foto: Wikipedia

Feier der Osternacht in St. Canisius

21. April 2019

Mit einer feierlichen Osternacht erreichten die Kartage 2019 in St. Canisius ihren Höhepunkt. In ihr wurden neun Taufbewerberinnen und -bewerber von P. Korditschke SJ getauft und gefirmt. Viele Minis "inszenierten" die Lesungen. Im Anschluss gab es eine Agapefeier in einem wunderbar geschmückten Gemeindesaal.

Um 16.30 Uhr hatte die syro-aramäische Gemeinde ihren Ostergottesdienst gefeiert. Dann wurde es allerhöchste Zeit für die vielen kleinen Vorbereitungen, die getan werden müssen, damit alles planmäßig laufen kann.

Die Lichtfeier, zu der Minis und Taufbewerber, von den Gottesdienstbesuchern durch die Glaswand gut sichtbar, in den Außenraum zum Osterfeuer gingen, eröffnete den Gottesdienst. Durch die Engelwand zog die liturgische Schar dann unter dem dreimaligen Lumen Christi in die dunkle Kirche ein, die sich schrittweise mit Kerzenlicht erhellte. Alexandra Boulanger sang das Exultet. Jetzt traten die Lektoren für den Wortgottesdienst an den Abo. Die Lesungen von der Erschaffung der Welt, dem Durchzug durch das Rote Meer und der Zerstreuung und Heimholung des Gottesvolkes wurden von Messdiener symbolisch dargestellt.

Mit dem wuchtigen Gloria erhellte sich die dunkle Kirche völlig. Frau Ludwig trug die Römerbrieflesung vor, dem sich ein feierliches Halleluja und das Evangelium anschloss, das P. Korditschke vortrug.

In seiner Predigt beschrieb P. Hösl SJ den Gang durch die biblischen Lesungen mit einem Drama, dem man den Titel geben könnte: Gott will das Leben! In der Schöpfung schafft er Flora und Fauna. Die Auszugsgeschichte macht deutlich, dass Gott nicht Sklaverei, sondern Solidarität und Freiheit möchte. Die Auferstehung Jesu schließlich macht deutlich, dass Gott Leben auch über die Todesgrenze hinaus möchte und zum Durchbruch verhelfen wird.

Jetzt kam für die Taufbewerber der entscheidende Part. Herr Tessmer hatte seine Kamera installiert, so dass alle über den Beamer dem Geschehen folgen konnten. Die Allerheiligenlitanei stimmte auf das Geschehen ein. Die Kandidaten bekundeten mit ihrem "Ich widersage"und "Ich glaube" ihren neu gefundenen Glauben - jetzt konnte getauft werden. Die Täuflinge bekamen ihre Kerze und einen Taufschal überreicht. Und auch die Gemeinde erinnerte sich bei dem Lied "Fest soll mein Taufbund immer stehen" an ihre Taufe. Die Firmung und ein Heilig Geistlied vervollständigten diesen wichtigen Teil des Gottesdienstes.

Jetzt ging es vergleichsweise "normal" weiter. Die Kommunion war gleichzeitig Erstkommunion der frisch Getauften und Gefirmten - ein besonderer Moment.

Mit einem großen Auszug durch die geöffneten Kirchenportale endete eine große Liturgie. Die Feier setzte sich im Gemeindesaal fort, wo P. Korditschke sich bei allen Akteuren herzlich bedankte und Blumensträuße überreichte. Jetzt wurde gegessen und getrunken. Nicht nur die Taufbewerber hatten allen Grund dazu.

Herzlichen Dank allen, die zu diesem gelungen Fest beigetragen haben!