Logo St.Canisius Berlin
WillkommenGemeindeGottesdiensteKirchbauKitaKontakt

Hoher Besuch in St. Canisius 

Fotos: St. Canisius

Patriarch Ignatius Joseph III Younan besuchte die syrische Gemeinde.

3. September 2018

Hoher Besuch aus Beirut in St. Canisius: Der Patriarch der syrisch-katholischen Kirche von Antiochia besuchte am Sonntag unsere syrische Gemeinde. In einem feierlichen Gottesdienst wurden zwei Männer zu Lektoren und Akolythen bestellt. Nach dem festlichen Gottesdienst gab es ein kolossales Festmahl für Jung und Alt.

Der Patriarch ist derzeit in Berlin zu Gast, um die in der Hauptstadt lebenden Mitglieder seiner Kirche zu besuchen. Im Rahmen seiner Visite wurde er auch vom Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch begrüßt. Nach Angaben Younans leben rund 100 syrisch-katholische Familien in Berlin und Brandenburg. Insgesamt gehören der Kirche laut dem Patriarchen 180.000 bis 200.000 Gläubige an, 40 Prozent von ihnen lebten in einer Minderheitensituation. Der Sitz des Patriarchats der mit Rom unierten Kirche ist in Beirut. Ein leiblicher Bruder ist im Kirchenvorstand der Berliner Gemeinde.

Die Canisiuskirche war bis zum letzten Platz gefüllt, darunter sehr viele Kinder. Lange Zeit feierten sie gemeinsam mit den Erwachsenen, um dann in einer Art Polonaise zur Kinderkatechese auszuziehen.

Der Gottesdienst fand in syrisch-aramäischer sowie arabischer Sprache statt. Den deutschen Gästen erleichterte der Patriarch die Mitfeier, in dem er in Deutsch kurz das nächste Gottesdienstmodul ansagte. Vorne bewegten sich zahlreiche Männer und Frauen in liturgischen Ornaten um zu singen, Weihrauch zu schwenken oder sonstige liturgische Handlungen zu vollziehen. Auch wenn man (fast) nichts verstand, machte der Gottesdienst einen feierlichen, aber auch freudigen Eindruck.

Kurz vor der Kommunion wurden dann zwei Männer zu Akolythen (Kommunionhelfer) und Lektoren bestellt. Früher gehörten diese Funktionen auch bei uns zu den sogenannten Niederen Weihen. Während der Patriarch und seine Assistenz laut sang, warfen Frauen Kamellen und Bonbons, die später die Kinder entsorgten ...

Nach dem Gottesdienst wartete ein üppiges Festmahl auf die Gäste. Der Patriarch bedankte sich bei der Gemeinde dafür, dass die syrischen Christen hier unterkommen können. Sonst nämlich hatte der Patriarch aber durchaus kritische Worte für die westlichen Christen gegenüber ihren Brüdern und Schwestern im Osten parat, sehen sich doch viele von ihnen allein und im Stich gelassen.