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Ein Bewusstsein von dem, was fehlt 

Foto: Wikipedia

Philosophische Predigt im Mai

27. April 2019

Einer der berühmtesten Philosophen Deutschlands, Jürgen Habermas, feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Grund genug, den auch in Sachen Religion interessanten Denker im Rahmen der Philosophischen Predigten am 5. Mai im 18 Uhr Gottesdienst in St. Canisius vorzustellen. P. Sebastian Maly SJ wird die Predigt halten und für ein Nachgespräch im Gemeindesaal zur Verfügung stehen.

Jürgen Habermas ist sicher einer der derzeitigen Meisterdenker Deutschlands. Er gilt als Vertreter der zweiten Generation der sog. Frankfurter Schule, die von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer gegründet wurde. Viele weitere Philosophen wie Walter Benjamin, Herbert Marcuse oder Erich Fromm werden ebenfalls dieser Denkrichtung zugeschrieben.

Jürgen Habermas hat sich, vor allem in den letzten Jahrzehnten auch explizit zu religiösen Fragen geäußert. So fand im Februar 2007 ein Treffen mit Jesuiten an der Hochschule für Philosophie in München statt. Die dort gehaltenen Referate kann man auch in einem Suhrkampbändchen erwerben. Der Titel: Ein Bewusstsein von dem, was fehlt.

So lautet auch der Titel der Predigt, die P. Sebastian Maly am Sonntagabend,  5. Mai, im 18 Uhr Gottesdienst halten wird. Jürgen Habermas hält sich selber für "religiös unmusikalisch", weiß aber sehr wohl, was Religion einzubringen hat und was fehlt, wenn dies nicht passiert oder nicht zugelassen wird. Was fehlt, soll an diesem Abend im Gottesdienst und dem anschließenden Gespräch Thema sein.

Literaturtipp:

Ein Bewußtsein von dem, was fehlt. Eine Diskussion mit Jürgen Habermas von Michael Reder und Josef Schmidt, edition suhrkamp 2537, Frankfurt a.M. 2008