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Lasst uns dem Leben trauen ... 

Fotos: St. Canisius

Firmkurs in Plötzensee und Regina Martyrum

19. Februar 2019

Die zweite Exkursion führte das Firmteam zur Gedenkstätte nach Plötzensee, wo sie Thomas Lackmann erwartete. Nach Besichtigung der Hinrichtungsstätte traten unsere Firmkandidaten eine kleine Pilgerreise ins benachbarte Regina Martyrum an, wo wiederum Sr. Mirjam diesesn Ort erläuterte. Eine kleine Abschlussandacht beendete den Auslug in die Vergangenheit.

Nach dem Synagogenbesuch stand am Samstag ein Ausflug nach Plötzesee an. Neben bzw. in die JVA Tegel hatte man diese Gedenkstätte gebaut, die das Ziel nicht weniger Schulklassen oder Firmgruppen ist.

Thomas Lackmann, selber Vater eines Firmkandidaten bei uns, erläuterte an zwei Beispielen, was ein Widerstandskämpfer ist. Dabei mag er den Ausdruck "Kämpfer" gar nicht, denkt man da doch an tapfere Helden und verwegene Haudegen. Aber die meisten Menschen, die sich dem Naziterror entgegenstellten waren normale Menschen, die sich auch gar nicht als Helden fühlten. Sie hatten nur mit Glück - oder nennen wir es Fügung - die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Ob sie je daran dachten in den Geschichtsbüchern zu landen darf bezweifelt werden. Selbst Maximilian Kolbe war ein Kind seiner Zeit - auch war seine politische Einstellungen betraf -, aber im entscheidenden Moment wuchs er über sich hinaus, so Thomas Lackman.

Nach der Besichtigung der Hinrichtungsstätte machte man sich auf zu einer kleinen Pilgerwanderung nach Regina Martyrum, wo Sr. Mirjam von den Karmelitinnen uns erwartete. Sie stellte den nicht minder geschichtsträchtigen Ort mit der Krypta und dem Grab u.a. von P. Alfred Delp SJ vor, dem man - wie seinen Gefährten oder Bernhard Lichtenberg - ja nicht einmal ein Grab gönnen wollte, um einen Erinnerungskult zu vermeiden. Zumindest das ist den Nazis nicht gelungen.

Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche und der Krypta beendet man mit einem Rückblick auf die geschichtsträchtigen Stunden die nachdenkliche Exkursion. Gesungen wurde ein kleines Lied. Alfred Delps Vers: Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.