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St. Canisius to go 

Besuch einer philippinischen Pilgergruppe, einer chinesischen Architekturstudentin und einer evangelischen Stadtführerin

7. April 2018

Die St. Canisius Kirche ist ein touristisches Highlight in Berlin. Oft kommen einzelne Touristen, manchmal aber auch ganze Gruppen. So haben sich am Samstag eine Stadtführerin, eine Architekturstudentin aus Hong Kong und eine Pilgergruppe aus den Philippinen unsere Kirche angeschaut.

Menschen aus der ganzen Welt finden den Weg nach St. Canisius. Eine Gruppe von fast 60 Pilgerinnen und Pilgern aus den Philippinen war schon am  frühen Morgen in der Kirche, um mit den beiden Priestern Eucharistie zu feiern. Gestern waren sie aus Prag angereist und morgen geht es weiter nach Polen. So manch Besucher mag von der modernen Kirche zunächst irritiert gewesen sein. "Warum hat der Kreuzweg nur 10 Stationen?", so ein Mann. Fromme Touristen mag unsere Kirche (zunächst) irritieren, ja enttäuschen. Aber die Helle des Raumes finden fast alle gut und nicht selten ist es ja gerade das Ungewöhnliche und Sperrige, das zum Nachdenken bringt.

Eine andere Erfahrung machte eine junge Architekturstudentin aus Hong Kong, die aus keiner christlichen Familie stammt und keinen entsprechenden Background hat. Sie sieht die Kirche mit ganz anderen Augen. Ein Kirchenraum ist für sie per se etwas Neues, Fremdes, Faszinierendes. Von solchen Menschen werden oft Fragen gestellt, auf die man als Christ in der zigsten Generationen gar nicht mehr kommen würde: Wozu steht der Tisch (Altar) da? Was ist in dem Kästchen (Tabernakel)? Wer ist der Mann auf dem Bild? - Gemeint ist der auferstehende Christus ...

Eine wieder andere Sicht zeigt eine evangelische Stadtführerin aus Berlin. "Ist das eine katholische Kirche?", fragt sie unsicher. Und ihr Blick geht gleich auf die katholischen Eigenheiten, die man in einer evangelischen Kirche so nicht findet, wie zum Beispiel einen Tabernakel oder die Marienkapelle. Aber es fehlt ihr auch etwas typisch Katholisches: "Gibt's hier keine Kniebänke?"

Am Nachmittag war dann Hochzeit angesagt. Ein junges Paar, das gar nicht zu unserer Gemeinde gehört, hatte sich unsere Kirche als Traukirche gewählt. Irgendwie ist man während der Studienzeit in einen Gottesdienst geraten, hat die Kirche und die Gemeinde kennengelernt und einen Bezug hergestellt.

Ganz unterschiedliche Menschen besuchen unsere Kirche. Viele verstehen sich als Christen, andere interessieren sich für die Architektur und wieder andere haben das ungewöhnliche Gebäude beim Gang um den Lietzensee entdeckt. Es ist eine große Chance für unsere Gemeinde uns diesen und anderen Menschen zu öffnen. Eine wichtige Hilfe spielen dabei unsere Kirchenaufsichten, denn ohne Aufsicht können wir leider die Kirche nicht offen lassen. Vielen Dank all denen, die dafür sorgen, dass unsere Kirche alle Tage ein paar Stunden geöffnet sein kann.