Logo St.Canisius Berlin
WillkommenGemeindeGottesdiensteKirchbauKitaKontakt

Habemus Entwicklungsphase! 

Fotos: St. Canisius

Start der Entwicklungsphase des Pastoralen Raums mit Mammutbesuchsprogramm und feierlichem Gottesdienst

6. September 2018

Mit einem umfangreichen Besuchsprogramm des Erzbischofs und dem Team der Stabstelle sowie einem festlichen Gottesdienst in Hl. Geist sind die drei Gemeinden St. Karl Borromäus, St. Canisius und Hl. Geist sowie die circa 25 auf deren Gebiet liegenden kategorialen Seelsorgestellen in die dreijährige Entwicklungsphase gestartet. Am Ende des Weges steht die neue Seelsorgeeinheit "Pastoraler Raum Charlottenburg Wilmersdorf".

Das Programm startete bereits am frühen Morgen. Regina Galecki, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, und Pfarrer P. Manfred Hösl SJ empfingen den Generalvikar und Herrn Weber von der Stabstelle in der Gemeinde. Der Erzbischof konnte sich aus Zeitgründen erst gegen 10 Uhr in das Besuchsprogramm einklinken. Für eine ausgiebige Begutachtung reichte die Zeit freilich nirgendwo, aber das war allen Beteiligten auch bewusst. Es ging eher darum, einen ersten Überblick über die Vielgestaltigkeit der Einrichtungen zu bekommen als die Freuden und Leiden jedes einzelnen Ortes kennenzulernen. Dafür wäre wohl selbst eine Stunde pro Station noch zu wenig gewesen.

Nach dem Besuch der Gemeinde besuchte das Team die Witzlebenstraße 30a mit dem JRS, der KGI, dem Forum und der Offenen Tür Berlin. Anschließend ging es weiter zum Haus Helene Weber in der Wundtstraße.  Alle Besuchsstationen hatten sich vorbereitet und oft gab es Kaffee oder Kekse. Man ahnt gar nicht, wie oft ein Bischof am Tag Kaffee trinken darf oder muss ...

Der zweite Block waren Einrichtungen auf dem Gebiet der Gemeinde Karl Borromäus, die von den Salvatorianern seelsorglich betreut wird. Dort wurde um 12 Uhr auch in der Kita zu Mittag gegessen - die beiden anderen Kitaleiterinnen stießen dort dazu. Inzwischen war auch der Erzbischof dabei. Die drei Kita-Leiterinnen gaben einen spannenden Einblick in den Alltag der Jüngsten. Der Erzbischof lobte aber auch die ausgezeichnete Lasagne, wobei man ihm eine gewisse Kompetenz auf diesem Gebiet nicht absprechen kann oder sollte.

Am Nachmittag gab es in Heilig Geist mehrere Treffen mit verschiedenen Gruppen, wie den Religionslehrern oder Vertretern der Gremien und Gruppen. Auch gab es Einzelgespräche mit den drei Pfarrern.

Höhepunkt war der gemeinsame Gottesdienst um 18.30 Uhr in Hl. Geist. Kirchenmusiker Christoph Möller hatte die beiden anderen Gemeindechöre mit eingebunden - die Musik ist somit die Vorhut des neuen Pastoralen Raums.

In seiner Predigt hob Bischof Koch auf ein Erlebnis einer Reise ins vom Krieg erschütterte Mostar (damals Jugoslawien) ab, wo Ordensschwestern einer lange unbenutzten Brücke einen neuen Sinn gaben, indem sie eine Schule bauten und die Kinder der katholischen Kroaten, der muslimischen Bosnier und der orthodoxen Serben gemeinsam zur Schule gingen. Die Brücke war schon vorher da gewesen, aber man hatte sie nicht benutzt. "Was soll ich bei denen?", so hüben und drüben. Erst die Schwestern mit ihren Schulkindern überwanden dieses Denken. Mit dem Pastoralen Raum ist eine Brücke da - ob diese Brücke jetzt begangen wird, das müssen die Menschen des Pastoralen Raumes selbst entscheiden. Immerhin machte der Tag mit seinen Begegnungen und der positiven Grundstimmung Mut und gibt Anlass zu Optimismus.

Im Zentrum standen dann die Verlesung eines Dekrets. P. Manfred Hösl wurde per Urkunde zum Leiter der Entwicklungsphase ernannt. Ihm zur Seite steht neben anderen Ute Rastemborski als Moderatorin. Beide werden - im Verbund mit vielen anderen - jetzt über die nächsten zu gehenden Schritte auf der Brücke nachzudenken haben.

Das Beten des auch in den anderen Gemeindevereinigungen üblichen Gebets sowie die Kerzenübergabe an alle pastoralen Orte rundeten den Gottesdienst ab. Bald war der Altarraum mit Jung und Alt vollgestellt - Sinnbild für einen bunten Pastoralen Raum. Jede Gemeinde und Einrichtung bekam eine Kerze vom Bischof und seinem Team überreicht.

Mit einem Glas Wein oder Wasser konnten die Beteiligten schließlich auf das Wohl des jetzt in seiner Entwicklungsphase befindlichen Raumes anstoßen. Viele Christen aus Borromäus, Hl. Geist und St. Canisius sahen sich nicht zum ersten Mal. Dennoch war Aufbruchsstimmung zu spüren - etwas Neues geht los: die Entwicklungsphase.

Zur Bildergalerie