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Taizé-Gebet pausiert - eine Zwischenbilanz 

Innenraum der Kirche in Taizé - Foto: Jim Wandlerscheid/pfarrbriefservice.de

Pause bis Februar 2019 - Angebot in St. Canisius gelungen

9. August 2018

Gut zwei Monate gab es jeden Mittwoch einen Gebetsabend in der Tradition von Taizé. Friedemann Trutzberg und Filip Rozborski haben das Gebet initiiert und organisiert. Wegen eines Studienaufenthalts der beiden Studenten in Spanien legt das Taize-Gebet eine Pause ein. Anlass für eine kleine Zwischenbilanz.

Taizé war keine spirituelle Eintagsfliege, sondern hat sich als Dauerbrenner herausgestellt. Das wundert sogar die Mönche von Taizé selbst. Frère Roger Schutz, der legendäre geistliche Vater von Taizé, ist an den Folgen eines Attentats einer verwirrten Frau 2015 verstorben. 1940 traf er während des Krieges im verlassenen Taizé ein, 1949 wurde er der erste Prior der Gemeinde. Seit vielen Jahren pilgern bis zu 100.000, meist - aber nicht nur - junge Leute nach Taizé. Jetzt leitet der deutsche Bruder Alois die Gemeinschaft der etwa 100 Mönche aus 25 Ländern und verschiedensten Konfessionen.

Die Taizé-Gesänge haben längst Eingang in den Gesangsfundus der Kirchen gefunden, auch in St. Canisius. Sie sind - neben Kerzen und viel Stille - eines der markantesten Kennzeichen der Taizé-Spiritualität. Kurze, an ostkirchliche Melodien angelehnte Lieder in Latein oder vielen anderen Sprachen werden lange und oft wiederholt, so dass ein meditativer Klangteppich entsteht. Schon nach kurzem Zuhören kann jeder mitsingen. Obwohl man Taizé-Lieder natürlich immer singen kann, entfaltet sich die besondere Atmosphäre am besten abends/nachts bei Kerzenschein oder einem Teelichtermeer.

Natürlich gibt es in der Welt Länder, in denen Taizé mehr verbreitet ist als in anderen, so Friedemann?Trutzberg. In Deutschland gibt es eine starke Gruppe, zumBeispiel in Freiburg im Breisgau - wohl wegen der geographischen Nähe zu Taizé, das in Burgund, in der Nähe des historischen Reformklosters Cluny liegt. In Berlin gibt es etwa 20, meist kleinere Gruppen wie bei uns in St. Canisius. Jeder ist willkommen und kann sofort mitmachen. Nach der Konfession wird niemand gefragt. Es gibt meist ein paar Gesänge, Schriftlesungen, Fürbitten und viel Stille nebst viel Gesang.

"Das Projekt in Canisius ist gelungen", so ein lächelnder Friedemann. "Leider" müssen die Initiatoren jetzt zum Studium nach Spanien. Aber wir hoffen, dass die beiden im Februar wieder zurückkommen und Taizé in St. Canisius in eine neue Runde geht.

Vielen Dank an Friedemann Trutzberg und Filip Rozborski für die tolle Initiative! Und"Hasta la vista" im Februar!