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Wie kommt die Botschaft zu den Menschen? 

Foto: St. Canisius

St. Canisius in der Öffentlichkeit - die Denkfabrik hat getagt

9. September 2018

Wie präsentiert sich die St. Canisius-Gemeinde in der Öffentlichkeit? Wie werden wir wahrgenommen? Welche Medien nutzen wir und welche Menschen erreichen wir damit? Welche (neuen) Medien möchten/müssen wir in Zukunft nutzen, um Menschen zu erreichen? Die Denkfabrik hat angefangen zu denken und sich erstmals zum Austausch über Fragen wie diese getroffen. Rund 20 Gemeindemitglieder aus St. Canisius und Menschen, die sich der Gemeinde verbunden fühlen, machten sich jetzt erstmals gemeinsam "Gedanken".

Das Interesse war so groß, dass die ursprünglich gestellte Tischrunde erweitert werden musste, damit alle Platz fanden.

Nach einem kurzen einleitenden Überblick über Angebote der Gemeinde in Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit - zum Beispiel Pfarrbrief und Homepage ? griff Pater Hösl SJ noch einmal die zentralen Fragestellungen des Abends auf.

Mit dieser Fragestellung als Leitfaden stellten sich die Teilnehmenden vor und formulierten ihre Vorstellungen und Wünsche zum Engagement in verschiedenen Bereichen einer Denkfabrik. Dabei wurde schnell deutlich, welche besonderen und vielfältigen Qualifikationen und Kompetenzen die Anwesenden einbringen können!

Dabei gilt es nicht in die allgemein verbreitete Lamentatio über die Kirche und sinkende Besucherzahlen in den Kirchen einzustimmen. Früher gab es ganz andere Motive als heute. Die Kirchen hatten nicht so starke Konkurrenz auf dem Sinnmarkt, mussten nicht gegen eine ausgefeilte Freizeitindustrie und vieles mehr ankämpfen  Heute kommt man nicht mehr in die Kirche, weil es so üblich ist und sich so gehört, sondern aus freier Überzeugung, eben weil Mann und Frau es so wollen. Um Gehör für sich und ihr vielfältiges "Programm" zu finden, braucht auch die Kirche mittlerweile Medien, um mögliche Adressaten überhaupt zu erreichen.

Im Mittelpunkt des Austausches stand der Grundgedanke, dass es der Mensch ist, der kommuniziert und informiert und dafür verschiedenste Medien nutzt. Und der Hinweis darauf, dass in St. Canisius bereits ein Angebot an Information und Austausch besteht.

Zu nennen wäre hier: Die aktuelle Homepage, der schlank gehaltene, aber informative Pfarrbrief oder die Schaukästen vor der Kirche und am Turm. Gewünscht wurde aber auch die Möglichkeit, auf Information reagieren zu können - wie eine Kommentarfunktion auf der Homepage oder im weiten Feld der Social Media-Plattformen. Bei Facebool kann man immerhin Beiträge "liken". Freilich ist hier auch schnell dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.
Es ist wichtig, Vorhandenes weiter zu entwickeln und Neues dazu zu nehmen. Ein Beispiel wäre die moderne Gestaltung der Homepage und die Möglichkeit, per Link auf Angebote in Nachbargemeinden zu verweisen.

Als Mittelpunkt der möglichen informativen Öffentlichkeitsarbeit wurden auch die Gemeinschaft der Jesuiten und die architektonische Besonderheit des Kirchengebäudes genannt. Außerdem könnte sich St. Canisius auf Veranstaltungen in Charlottenburg-Wilmersdorf präsentieren. Als Beispiel wurde das jährlich stattfindende Suarezstraßenfest genannt.

Wichtig ist zwischen Inhalt und Medium zu unterscheiden: Man muss was zu sagen haben und dann kann man entscheiden, welches Medium man einsetzen möchte oder sollte. Wer nichts zu sagen hat - dem nützen auch die besten Medien nichts. Umgekehrt gilt aber auch: Was nützt die beste Botschaft (Evangelium), wenn es die Menschen nicht erreicht?

Das eigene Engagement, die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit für St. Canisius wurde als entschleunigte, nachhaltige und praktische Gemeindearbeit mit dem wirkenden Menschen im Mittelpunkt gewünscht.

Die Denkfabrik ist und bleibt offen für alle Interessierte, die sich in die Gemeindearbeit einbringen möchten. Wer an der Mitarbeit interessiert ist, ist herzlich eingeladen und kann sich bei Pater Hösl melden und auf die Verteiler-Liste eintragen lassen.

Der Termin für das nächste Treffen wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Dr. Sigrid Kirschniok