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"Hope is Maybe" in St. Canisius 

Fotos: St. Canisius

Eröffnungsgottesdienst und Vernissage

11. März 2019

Mit drei Eröffungsgottesdiensten und einer Vernissage am Abend wurde am 10. März die Ausstellung "Hope is Maybe" in der Canisiuskirche feierlich eröffnet. Sie wird in der Fastenzeit im Monat März zu sehen sein. Der Leiter des Jesuitenflüchtlingsdienstes (JRS) P. Claus Pfuff SJ, hatte in allen Sonntagsgottesdiensten das Entstehen der Bilder und ihre Aussagen vorgestellt. Vertreter des JRS, der Gemeinde St. Canisius und von Misereor feierten mit vielen Interessierten die "Hoffnung"...

Was bedeutet für Sie Hoffnung? Diese Frage wurde Flüchtlingen gestellt. Eine der vielen Antworten, die im Ausstellungskatalog abgedruckt sind, lautet: Hope is maybe (deutsch: Hoffnung ist vielleicht). Was mag der Betreffende gemeint haben? Vielleicht schaffe ich es in einem neuen Land ein neues Leben aufzubauen? Vielleicht kann ich bald wieder nach Hause zurückkehren? Vielleicht endet der Bürgerkrieg bald? Vielleicht ... Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Davon sind auch die Millionen Flüchtlinge dieser Welt überzeugt, deren Schicksal diese Ausstellung thematisiert.

P. Claus Pfuff hatte in den Gottesdiensten die Beweggründe für das Projekt vorgestellt. Für ihn verstecken sich nicht trockene Zahlen hinter dem weltweiten Phänomen der Flüchtlingsströme, sondern konkrete Menschen wie der kleine Wasi aus Bulgarien, ein Straßenkind, das er dort kennengelernt hat und das am liebsten mit ihm nach Deutschland gegangen wäre. Für P. Pfuff war das Jahr 2015 mit seiner Willkommenskultur kein Jahr politischen Versagens, sondern ein Jahr der Menschlichkeit, unbeschadet der vielen Probleme die dieses Jahr natürlich auch mit sich gebracht hat.

Nach der Abendmesse fand die offizielle Ausstellungseröffnung statt. Für die Musik sorgten Andreas Winkler an Orgel und Klavier - ein erwarteter Saxofonspieler wurde leider Opfer einer Zugvespätung wegen des stürmischen Wetters. P. Hösl SJ begrüßte die Gäste aus Nah und Fern. Darunter den Kurator der Ausstellung, Michael Härteis.

Als Ansprechpartnerin hier in Berlin hatte sich Marita Eley dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Gremien der Gemeinde - besonders dem Bauausschuss - hatte man im Vorfeld die technischen Möglichkeiten und Schwierigkeiten ausgelotet.

Für Misereor, das die Ausstellung unterstützt, war Jonas Wipfler gekommen - er ist bei der Hilfsorganisation für das Thema Flucht zuständig. Er sprach ein kurzes Grußwort.

Anwesend waren natürlich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des JRS aus Berlin und ganz Deutschland. In der JRS-Flüchtlingsunterkunft in München war der Gedanke zur Ausstellung überhaupt entstanden - inzwischen waren die Bilder bereits am Münchner Flughafen sowie im Gasteig zu sehen.

In ihrem Grußwort sprach Marita Eley in sehr persönlichen Worten über ihren Zugang zum Thema Hoffnung und untermalte ihr Verständnis von Hoffnung mit etwas Musik am Klavier. Herr Härteis erzählte von der Genese der Ausstellung, die in München bereits dreimal gezeigt wurde - derzeit arbeitet man an einer Ausstellung im Europaparlament in Brüssel.

Unter den Klängen von etwas Klaviermusik von Andreas Winkler begann der informelle Teil mit vielen Gesprächen unter den zahlreich gekommenen Gästen. Das Buffet war inzwischen eröffnet und freundliche Erwachsenenmessdiener servierten kühlen Wein oder Wasser.