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Sakramentale Vergebung einmal anders 

Foto: St. Canisius

Versöhnungsfeier und Beichtgelegenheit

7. Juni 2019

"Willkommen zu Hause!" - unter dieser Überschrift wurde am Donnerstag in St. Canisius zum sechsten Mal ein Gottesdienst begangen, der Gelegenheit gab, das Sakrament der Versöhnung (die sakramentale "Lossprechung" oder "Absolution") auf eine neue Weise zu empfangen. Diesmal nahmen ungefähr 30 Kirchenbesucher/innen an der Versöhnungsfeier teil.Die Wurzeln dieser Liturgie liegen beim Pastoral-Institut "Bukal Ng Tipan" auf den Philippinen. Von dort brachten Vertreter/innen des Erzbistums Berlin sie 2015 nach Deutschland.

Der langjährige Leiter des philippinischen Instituts, Pater Mark Lesage CICM, sagt über die bei ihm entstandene Versöhnungsfeier: "Wir geben dem Sakrament nicht nur einen neuen Namen ("Das Sakrament der Heimkehr"), sondern wir begehen es auch auf andere Weise; denn wir sind inspiriert vom Gleichnis vom barmherzigen Vater (vgl. Lk 15,11ff). Aber in Wirklichkeit ist es ein und dasselbe: Es ist eine Erfahrung mit Gott."

Im ersten Teil des Gottesdienstes werden die Teilnehmer/innen auf anschauliche Weise mit möglichen Brüchen in ihren Beziehungen in Berührung gebracht. Im zweiten Teil dürfen sie erleben, wie ihnen Heilung ihrer Gebrochenheit und die Möglichkeit eines Neuanfangs geschenkt wird.

Die Versöhnungsfeier hat bereits vielen Menschen geholfen, Gott im eigenen Leben wieder Raum zu geben. Manche erzählen, dass sie so einen neuen Zugang zum Sakrament der Versöhnung gefunden haben, andere sind beeindruckt von der geistlichen Tiefe der Feier, manche sehen sie als gute Ergänzung zum Beichtgespräch.

P. Jan Korditschke SJ