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Vertrauen - Zaufamien 

Foto: St. Canisius

Ein deutsch-polnisches Kooperationsprojekt

19. November 2018

Am Wochenende vom 15. bis 17. November waren wir Gastgeber für das deutsch-polnische Kooperationsprojekt Vertrauen - Zaufamien. Zwei Chöre, einer aus Berlin und einer aus Wroclaw (Breslau), sowie ein polnisches Kammerorchester nutzten die gemeinsame Zeit, um ihre Zusammenarbeit zu vertiefen und das Ergebnis in einem Konzert am Samstagabend zur Aufführung zu bringen. Höhepunkt des Abends war die deutsche Erstaufführung der "Mass of trust (Messe des Vertrauens)" der polnischen Komponistin Zusanna Koziej.

Zuerst stellten sich die beiden Chöre, jeder für sich, a capella mit einem Ausschnitt aus ihrem Repertoire vor. Sowohl der Chor "Medici Cantantes" aus Wroclaw als auch der "Neue Kammerchor Berlin" nahmen dabei die Zuhörer mit auf eine Reise quer durch Europa. Es waren eher nicht so häufig gehörte Lieder, die vorgetragen wurden. Die Reise begann mit dem Chor "Medici Cantantes" in Rom - ein Lied von Palestrina -, ging weiter über Norwegen, Polen und Russland. Der "Neue Kammerchor Berlin" führte nach Schweden, Finnland, über Deutschland bis nach Rumänien. Der bekannteste Komponist wird auf diesem Teil der Reise der Deutsche Max Reger, mit seinem "Morgengesang Op .138 Nr.2", gewesen sein. Alle Stücke aber zogen die Zuhörer in ihren Bann. Das Publikum dankte den Chören mit kräftigem und herzlichem Beifall.

Im zweiten Teil des Abends traten beide Chöre zusammen mit dem Kammerstreichorchester "Kameralna N-Harmonia" auf. Es sind Studierende oder Musikerinnen und Musiker, die sowohl Mitglieder führender polnischer als auch internationaler Jugendorchester sind.

Die deutsche Erstaufführung der "Mass of Trust" der polnischen Komponistin Zusanna Koziej war der Höhepunkt des Abends. A capella wurden das "Ostende mihi" (Zeige mir dein Gesicht, lass mich deine Stimme hören ...) und das "Paternoster" vorgetragen, die anderen Teile der Messe mit Orchester-begleitung. An diesem Abend wurde große Kunst geboten, oder wie es ein Konzertbesucher später am Ausgang richtig sagte: "Das war heute großes Kino." Zu dem gelungenen Abend trug auch die Moderation durch Filip Rotzborski (Polen) und Friedemann Trutzenberg (Berlin) bei.

Zum Schluss ein Zitat aus dem Programmheft: "Wenn Menschen aus Polen und Deutschland durch Musik zusammenkommen, ist es nicht nur möglich einander zu treffen, sondern auch, sich gegenseitig zu verstehen und zusammenzuarbeiten, ja vor allem aber, dass hieraus wachsendes Vertrauen zwischen Menschen dieser Länder entstehen kann. Mehr noch: Es können dabei auch wunderschöne Ergebnisse erzielt werden."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Doch noch eins:

Wir sagen Danke. Wir waren gerne eure Gastgeber.