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Nachrichten ... aus der Gemeinde und Pfarrfamilie 

Liebe Pfarrgemeinde,
liebe Leserinnen und Leser,

in der diesjährigen Fastenzeit haben wir eine Ausstellung in der Kirche, die unsere Gemeinde zusammen mit dem Jesuitenflüchtlingsdienst gestaltet hat: Hope is Maybe.

Flüchtlinge in aller Welt wurden befragt, was für sie Hoffnung bedeutet. Einer hat geantwortet:  Hoffnung ist vielleicht! Was er wohl gemeint hat? Vielleicht gelingt es mir in einem neuen Land ein neues Leben aufzubauen. Vielleicht kann ich in meine Heimat zurückkehren. Vielleicht hört der Bürgerkrieg auf. Vielleicht ...

Christliche Hoffnung beruht freilich auf keinem Vielleicht. Und erst Recht nicht auf Trotz und Protest gegenüber einer als absurd wahrgenommenen Welt, wie der französische Schriftsteller Albert Camus meinte. Frater Dag Heinrichowski SJ aus dem Canisius-Kolleg wird dazu in der zweiten philosophischen Predigt am 3. März um 18 Uhr Stellung nehmen.

Was Hoffnung bedeutet, werden auch Prof. Ottmar Edenhofer vom Institut für Klimaschutzfolgen in Potsdam, Rabbiner Andreas Nachama vom Institut Topographie des Terrors und Prof. Ulrike Kostka von der Caritas für ihr Erfahrungsfeld im Rahmen der diesjährigen Fastenpredigten ausbuchstabieren.

Der Christ lebt aus einer Hoffnung, die ihn wissen lässt: Alles wirklich Entscheidende und Wichtige ist in und mit Jesus Christus schon geschafft. Ich muss das nicht mehr machen! Ich könnte es auch gar nicht. Selbst beim absoluten GAU meines Lebens, im Fall des schlimmsten Szenariums, wenn wirklich alles schiefgehen sollte, darf ich wissen: Ich bin gehalten! Ich falle nicht ins Bodenlose. Das ist die Botschaft des Jesus und er selber hat sich dafür als Exempel zur Verfügung gestellt. Weil und wenn ich das glauben darf und kann, kann ich eine Hoffnung für andere sein. Denn Hoffnung scheint diese Welt mehr denn je zu brauchen. Eine Hoffnung, die mehr als nur aus einem vagen Vielleicht besteht.

Ihr
P. Manfred Hösl SJ 
Pfarrer