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Nachrichten ... aus der Gemeinde und Pfarrfamilie 

Liebe Pfarrgemeinde,
liebe Leserinnen und Leser,

hatten Sie schon mal eine unheimliche Begegnung mit einem plötzlich im Park auftauchenden Hund? Da kann einem der Schrecken in die Glieder fahren!  Gott sei Dank kommt dann - hoffentlich! - von irgendwoher eine beruhigende Stimme: "Der tut nix!" Uff und wuff! Noch mal gut gegangen!

Während frühere Christengenerationen von Gott oder Christus die Vorstellung von einem an der Kette zerrenden Kampfhund hatten, scheint er jetzt zum harmlosen Dackel mutiert zu sein. "Der tut nix!": Die schrecklichen Bilder vom Jüngsten Gericht hängen inzwischen in Museen. Eine angenehme Stimme auf dem Audio Guide dort beschreibt die Szenerie als Ausdruck zeitbedingter Kultur. Uff!

Der philanthropische Gott von heute dagegen mischt sich nicht in unser Leben. Er kann gar nicht anders als uns am Sankt Nimmerleinstag in Wolkenkuckucksheim einmal mit Ewigem Leben zu belohnen, weil wir ja alle so gute Menschen waren.

Das Evangelium bringt den Ernst des Lebens ins Spiel. Die Jünger fragten einmal: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Jesus sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen, denn viele werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.

Wir erhalten keine statistischen Zahlen. Wichtig ist nicht, ob nun 20, 40 oder 80 Prozent der Menschheit in den Himmel kommen, sondern ob ich dabei bin. Und Jesus rät das Leben so anzupacken, dass ich mit von der Partie bin. Ein vergilbter Taufschein wird da wohl nicht reichen. Zumindest sollte man es nicht darauf ankommen lassen - zu viel steht auf dem Spiel!


P. Manfred Hösl SJ    
Pfarrer